December 2020

wirtschaft

China erlebt Exportboom: Plus 21,1 Prozent im November

Mit einem Zuwachs um 13,6 Prozent trägt der Außenhandel stark zur Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft bei. Da das bevölkerungsreichste Land das Coronavirus weitestgehend im Griff hat und nur noch vereinzelt Infektionen zählt, haben sich die wirtschaftlichen Aktivitäten auch wieder normalisieren können.

Peking – Die chinesischen Exporte sind im November sprunghaft angestiegen. Die Ausfuhren legten unerwartet stark um 21,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie der chinesische Zoll am Montag in Peking berichtete. Die Importe blieben hingegen hinter den Erwartungen zurück und kletterten nur um 4,5 Prozent – etwas weniger noch als im Vormonat mit 4,7 Prozent. Das Handelsdefizit stieg damit kräftig um 102,9 Prozent auf 75 Milliarden US-Dollar (61,68 Mrd. Euro)

Mit einem Zuwachs um insgesamt 13,6 Prozent trägt der Außenhandel noch stärker als erwartet zur Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft bei. Da das bevölkerungsreichste Land das Coronavirus seit dem Sommer weitestgehend im Griff hat und nur noch vereinzelt Infektionen zählt, haben sich die wirtschaftlichen Aktivitäten auch wieder normalisieren können.

Während der Rest der Welt eine Rezession erlebt, wird China als einzige große Volkswirtschaft in diesem Jahr auch wieder ein Wachstum verzeichnen. Es wird mit einem Plus von 2,0 bis 2,2 Prozent gerechnet. Wichtige Frühindikatoren deuten darauf hin, dass das Wachstum im vierten Quartal 5,5 Prozent überschreiten könnte. Einige chinesische Experten sprechen sogar von mehr als sechs Prozent Wachstum. Im dritten Quartal waren es schon 4,9 Prozent.

Konjunkturbarometer klettert

Die Stimmung im herstellenden Gewerbe ist auch so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanager-Index des renommierten Wirtschaftsmagazins “Caixin” stieg im November von 53,6 im Vormonat auf 54,9 Punkte – den höchsten Stand seit November 2010 mit der Erholung nach der globalen Finanzkrise. Das Konjunkturbarometer kletterte damit das siebente Monat in Folge. Die Beschäftigung legte im November ebenfalls so stark wie seit Mai 2011 nicht mehr zu.

Während die neuen Wellen der Pandemie in anderen Ländern für Unsicherheiten sorgen, zeigte sich dennoch das vierte Monat in Folge auch ein Zuwachs der chinesischen Export-Aufträge. Experten weisen darauf hin, dass Chinas Exporteure auch von coronabedingten Produktionsunterbrechungen in Fabriken anderer Länder profitieren. Mit zunehmender heimischer Nachfrage erholt sich die Produktion in China damit weiter von dem starken Einbruch des Wachstums nach dem Ausbruch des Virus im ersten Quartal mit einem Minus von 6,8 Prozent.

Trotz des Ausfuhrbooms sorgen sich Exporteure allerdings über die beständige Wertzunahme des Yuan in den vergangenen sechs Monaten. Es wird befürchtet, dass Profite und Exportaufträge unter Druck geraten könnten. Fast jeder fünfte Exporteur (18,8 Prozent) fürchte negative Auswirkungen, wie die australische ANZ Bank in einer Analyse der Umfrage unter den Einkaufsmanagern hervorhob. Der Yuan wird gegenwärtig auf dem höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren gehandelt.

Sanktionen aus den USA drohen

Chinesischen Exporteuren drohten auch neue Sanktionen der USA, warnten die ANZ-Experten. Trotzdem scheinen die Aussichten für die chinesische Wirtschaft insgesamt sehr gut zu sein. Der Internationale Währungsfonds sagt ein Wachstum der chinesischen Wirtschaft von 8,2 Prozent für das kommende Jahr voraus.

“Der Schwung des Wachstums bei Nachfrage und Innovation setzt sich fort – auch die Entwicklung des Exportsektors ist nicht schlecht”, sagte der Ökonom Cao Heping von der Peking Universität der “Global Times”. Chinas Wachstum könnte vielleicht sogar um 8,4 Prozent zulegen. Hingegen warnte der Forscher Mei Xinyu von Chinas Akademie für Handel und internationale Wirtschaftskooperation vor neuen Handelsauseinandersetzungen auch unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden und anderen Unsicherheiten auf den Weltmärkten.

“Wegen der Pandemie in diesem Jahr könnte eine neue Runde von wirtschaftlichen und finanziellen Krisen in einigen Schwellenmärkten auftreten”, sagte Mei Xinyu der Zeitung. Die negativen Auswirkungen der weitgehend gelockerten Geldpolitik könnten im kommenden Jahr deutlicher werden. (APA/dpa)

Source – tt.com

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News

Christkindlhütte abgebrannt: Briefe gerettet

Die Hütte gehörte dem Christkind, Kinder konnten dort ihre Wunschzettel abgeben.

Am Welser Stadtplatz ist in den frühen Sonntag Morgenstunden eine Holzhütte abgebrannt. Die Hütte gehörte dem Christkind, Kinder konnten dort ihre Wunschzettel abgeben. Beim Eintreffen der Feuerwehr Wels stand die Hütte bereits im Vollbrand. Aber die gute Nachricht: Der Postkasten wird immer am Abend ausgeleert und damit dürfte die Mehrheit der Wunschzettel gerettet worden sein. Die Brandursache war am Sonntag noch Gegenstand der Ermittlungen, berichtete die Feuerwehr.
Der Brand am Welser Stadtplatz wurde von mehreren Leuten gemeldet. Ein Feuerwehrtrupp unter schwerem Atemschutz konnte das Feuer mittels einer Löschleitung rasch unter Kontrolle bringen und löschen. Aufgrund des anfänglich starken Funkenfluges wurden die umliegenden Dächer mittels Drehleiter kontrolliert. Verletzt wurde niemand.
Die Hütte, der Postkasten für Briefe der Kinder und die weitere Weihnachtsdekoration rundherum wurden aber völlig zerstört. Die Stadt Wels werde aber so schnell als möglich eine neue Hütte für das Christkind aufbauen.
Source – oe24.at
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wirtschaft

Harald Höpperger neuer WK-Österreich Fachverbandsobmann

Der Oberländer vertritt ab sofort die Interessen von rund 6000 Mitgliedsbetrieben. Erstmals ist damit ein Tiroler an der Spitze der systemrelevanten Branchen in Österreich.

Harald Höpperger (Mitte) wird gemeinsam mit den Stellvertretern Sabine Mayrhofer und Helmut Ogulin den Fachverbandes in der WKÖ leiten.
© Höpperger

Innsbruck, Wien – Der Tiroler Unternehmer Harald Höpperger wurde kürzlich mit großer Mehrheit zum national obersten Vertreter des WK-Fachverbandes Entsorgungs- und Ressourcenmanagement gewählt. Der Fachverband ist die gesetzliche Interessensvertretung im Bereich der Abfall- bzw. Abwasserwirtschaft. Ebenfalls im Gremium vertreten ist die Tiroler Fachgruppenobfrau Barbara Zitterbart.

Zum Start will Höpperger in einer Bundesländer-Tour Funktionäre und Mitglieder besuchen. Das geplante Arbeitsprogramm erarbeitet der 18-köpfige Ausschuss dann in einer gemeinsamen Klausur. „Derzeit gebe es einige zukunftsrelevante Themen, die auf Ministerienebene diskutiert würden. “Ich möchte mit Fakten aufklärend einwirken und somit die Interessen unserer Mitglieder zum Wohl der gesamten Gesellschaft vertreten“, so Höpperger.

Gerade die aktuelle Debatte um die Einführung der Pfandpflicht oder die stetige Herausforderung der korrekten Entsorgung von Lithium-Ionen-Batterien würden die künftige Verbandsarbeit prägen. (TT.com)

Source – tt.com

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Gesundheit

Deutliche Lockerung bei Dopingstrafen wegen Drogenkonsums ab 2021

Statt vier Jahren drohen Sportlern künftig maximal drei Monate Sperre, wenn sie Cannabis oder Kokain konsumiert haben. Ersteres war im Mountainbikesport schon öfter Thema

Wer kifft, sündigt nicht. Zumindest nicht in sportlicher Hinsicht, findet die Wada ab 2021.
Foto: Reuters

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) schlägt in Sachen Drogen einen völlig neuen Weg ein. Statt wie bisher Wettkampfsperren von bis zu vier Jahren sowie Geldstrafen für Sportler auszusprechen, denen im Rahmen von Dopingtests die Einnahme illegaler Drogen wie etwa Cannabis oder Kokain nachgewiesen wurde, will man dieses Thema künftig weniger streng ahnden und sogar positiv einbeziehen, wenn sich überführte sportliche Konsumenten einer Therapie unterziehen.

Wada-Sprecher James Fitzgerald sagte dazu dem Radsportmagazin “Cycling Weekly”, dass man im Zuge zweijähriger Untersuchungen zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die Einnahme solcher illegaler Drogen (er benutzte den englischen Begriff “recreational drugs”, was auf Deutsch in etwa “Freizeitdrogen” entsprechen würde, Anm.) bei Sportlern kaum mit deren Leistung in Zusammenhang stehe. Vielmehr passiere dies im privaten oder sozialen Kontext und werde dann meist zufällig bei Dopingkontrollen entdeckt.

Hilfe statt Strafen

Daher kam man zur Überzeugung, dass strenge Strafen den Betroffenen nicht helfen und sich im Zusammenhang mit einem Drogenproblem sogar zusätzlich negativ auswirken könnten. Daher wurden die Maximalstrafe bei solchen Vergehen nun auf drei Monate Sperre gesenkt.

Bedingung dafür ist, dass die Sportler beweisen können, die Substanz außerhalb des Wettkamps und ohne die Absicht der Leistungssteigerung genommen zu haben. Wer sich zudem freiwillig einem von der Wada anerkannten Therapieprogramm unterzieht, kann diese Strafe sogar auf einen Monat senken.

Die Legenden der 1990er

Im Mountainbikesport waren illegale Drogen, die nicht der Leistungssteigerung, sondern der Bewusstseinserweiterung dienen, immer wieder Thema. Ikonen der Szene wie Shaun Palmer oder Missy Giove galten als Rockstars mit dementsprechendem Lebensstil. Giove kam nach ihrer Karriere wegen Drogen sogar massiv mit dem Gesetz in Konflikt – siehe dazu das untenstehende Video. Stars der 1990er wie Rob Warner tragen heute noch oft eindeutige Symbole wie “420”.

Das kanadische Onlinemagazin “Pinkbike” hat den Fall des US-Downhill-Bikers Gary Houseman auf anschauliche und eindrückliche Weise aufbereitet. Für ihn kommt das Umdenken der Wada in Sachen Cannabis zu spät. Er beendete seine Karriere, nachdem er 2003 nach seinem ersten und einzigen Weltcup-Sieg positiv darauf getestet wurde. Der Radsportverband hatte ihm den Sieg danach aberkannt. Houseman wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, die er nie bezahlte. Er hing sein Wettkampfbike an den Nagel.

Source – derstandard.at

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News

Irres IT-Chaos um Massentest-Anmeldung

Keine 24 Stunden nach dem Start der Anmeldungen für die Massentests kommt es zu massiven IT-Problemen.

Bei der elektronischen Anmeldung für die Massentests war es laut Informationen, die der APA vorliegen, nicht möglich, sich für einen Test in seiner Heimatgemeinde anzumelden. Dafür konnte eine Person eine Teststraße für einen ganzen Tag buchen und damit völlig lahmlegen.

Auch E-Mail-Adressen der angemeldeten Personen seien verschwunden, hieß es zur APA. Damit wäre die Verständigung nach Vorliegen des Testergebnisses erschwert bis unmöglich. Zudem muss bei einem positiven Testergebnis die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde die Absonderung aussprechen. Wenn nun außerhalb des Heimatbezirks getestet wird, können die Behördenmitarbeiter nicht, wie geplant, das gleich erledigen.

Zudem hieß es aus dem Büro von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), dass Kärntner Pädagogen Testtermine und Daten von fremden Personen in Wien bekommen. “Wenn bis morgen keine Besserung wird Kärnten auf vorbereitetes analoges Anmeldesystem umstellen”, kündigte Pressesprecher Andreas Schäfermeier ab. An den IT-Anmeldesystem des Bundes nehmen sieben von neuen Bundesländer teil. Vorarlberg und Tirol haben eigene Systeme.

Source – oe24.at

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News

Gastro & Hotels verlieren 3,5 Milliarden Euro

Nach langer – sogar europaweiter – Diskussion wird Hotels Winterschlaf verordnet.

Wien. Bis 6. Jänner bleiben jetzt fix alle Hotels und Lokale geschlossen. Eine Katastrophe für die Tourismus- und Gastro-Branche.
16 Millionen Gäste besuchen Österreich normalerweise in einer Wintersaison. 300.000 Arbeitsplätze hängen direkt am Tourismus, mehr als 700.000 wenn man auch die Zulieferer miteinbezieht. Die Betriebe (Hotels und Gastronomie) verlieren in der Zeit des verlängerten Lockdowns – basierend auf Zahlen des Finanzministeriums – etwa 3,5 Milliarden Euro.

Verluste bis Jahresende zum Teil ausgeglichen

Überleben. Für viele Regionen sind diese Einnahmen lebenswichtig. In Tirol etwa bringt der Wintertourismus 10 % der gesamten regionalen Wertschöpfung.
Der Staat springt für einen Teil der Verluste ein. Bis jetzt waren es 80 % der entgangenen Umsätze. Bis zum Jahresende wird den Betrieben die Hälfte ihrer Verluste ersetzt. Beantragt werden muss die Hilfe über
FinanzOnline (ab 16. Dezember). Berechnet wird die Höhe der Auszahlung basierend auf den Einnahmen des Vorjahres.
Ab dem neuen Jahr steht den Unternehmen der Fixkosten-Zuschuss zu
Source – oe24.at
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News

Weihnachten wird heuer still wie noch nie …

Ein Kommentar von oe24- und ÖSTERREICH-Chefredakteur Niki Fellner.

Der neue Weihnachts-Lockdown, den die Regierung gestern präsentiert hat, ist prinzipiell richtig.

  • Dass die Schulen am Montag wieder öffnen dürfen, war überfällig. Vor allem in den Volksschulen und Unterstufen ist Homeschooling weder Eltern noch Lehrern, aber vor allem nicht den Schülern zumutbar.
  • Auch die Öffnung des Handels ist richtig! Der 
7. und 8. Dezember sind die wichtigsten Einkaufstage der Weihnachtszeit. Den Handel länger geschlossen zu halten, hätte nur Mil­lionen an Umsatz zu Amazon verschoben. Die Handelsketten sind professionell genug, dass sie Szenen wie am Wochenende vor dem Lockdown diesmal verhindern werden.
  • Dass Hotels und Gastronomie angesichts der nach wie vor hohen Neuinfektionszahlen bis Jänner zubleiben müssen, ist auch nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist allerdings, warum man diesen Branchen den Umsatz­ersatz auf 50 % streicht (statt bisher 80 %) und sich damit eine unnötige Front aufmacht. Bei 80 % hätte jeder Hotelier und Wirt in diesem Land die Maßnahmen widerspruchslos mitgetragen, jetzt wird es unweigerlich eine große Diskus­sion geben.

Dieser verlängerte Lockdown ist aber ohnehin ­alternativlos, wenn wir unser Weihnachten retten wollen. Weihnachten wird heuer im wahrsten Sinne des Wortes ruhig und besinnlich. Sehen wir es positiv: So ein stilles Fest ohne Hektik kann ja auch etwas Schönes sein.

Source – oe24.at

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News

Alle Details zur Schulöffnung: Maskenpflicht, Schularbeiten & Co.

Volksschulen und Unterstufen kehren wieder in die Klassenzimmer zurück – allerdings mit neuen Regeln.

Am 7. Dezember sperren die Kindergärten und Pflichtschulen wieder auf. Was oe24 bereits berichtete, bestätigte am Mittwoch auch Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP): Die Volksschulen und die Unterstufen starten ab Montag wieder mit dem Präsenzunterricht. Ab dem Alter von 10 Jahren müssen Kinder nun auch in der Klasse Maske tragen. Ebenfalls zurück an die Schule kehren die Maturanten.

Die restlichen Oberstufen und die Berufsschulen sowie die Studierenden bleiben im Distance Learning. Für sie gibt es aber die Möglichkeit, stundenweise bis zu 25 % der Schülerinnen und Schüler einer Klasse an den Standort zu holen. Zur Vorbereitung einer Schularbeit können es auch bis zu 50 % sein. Zur Durchführung von Schularbeiten kann auch die ganze Klasse in die Schule geholt werden, wenn es die räumlichen Gegebenheiten zulassen.

Nur eine Schularbeit pro Fach in diesem Semester

Ab 7. Dezember können auch wieder Schularbeiten durchgeführt werden, allerdings muss der Stoff zur Vorbereitung den Schülerinnen und Schülern eine Woche davor bekannt gegeben werden, zudem muss der Umfang angemessen und “für die Schülerinnen und Schüler bewältigbar” sein. Auch die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II können unter den Hygieneauflagen für Schularbeiten an den Standort geholt werden. Um keinen Stau zu erzeugen, gilt die Regelung: In diesem Semester wird pro Fach nur eine Schularbeit durchgeführt. Ist die Durchführung auch dieser einen Schularbeit nicht möglich, kann zur Beurteilung auf andere Formen zurückgegriffen werden.

Damit der Schulstart so sicher wie möglich abläuft, werden weitere Maßnahmen gesetzt:

•         Massentests für Lehrkräfte unterstützen sicheren Schulstart
•         Regelmäßige Testungen für Lehrkräfte ab Jänner
•         Ab der Sekundarstufe I tragen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte grundsätzlich Masken auch im Unterricht.
•         FFP2-Masken für Lehrkräfte liegen an den Standorten bereit. 6,5 Millionen FFP2-Masken wurden bisher bestellt.
•         Mobile Teams im Verdachtsfall: Antigen-Schnelltests auf acht Bundesländer ausgerollt. Das ermöglicht weitgehend ungestörten Unterricht.
•         Schulveranstaltungen finden nicht statt
•         Bewegung und Sport sowie Musikunterricht nach Möglichkeit im Freien
•         Gemeinden nützen zusätzliche Räumlichkeiten in der Nähe der Schule
•         Klassen der Sekundarstufe I können in größere Räume der Sekundarstufe II ausweichen
•         Gemeinden haben die Möglichkeit, sich mit öffentlichem Nahverkehr abzustimmen, um Beginnzeiten der Schulen zu staffeln

Source – oe24.at

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Gesundheit

HIV-positiv in der Corona-Pandemie

HIV-Positive in Therapie haben kein erhöhtes Risiko einer Sars-CoV-2-Infektion. Doch die Zahl der HIV-Tests hat in der Pandemie abgenommen

Bei 430 Menschen in Österreich ist im Vorjahr HIV diagnostiziert worden. Heuer sind es österreichweit bisher erst 217 Personen. Grund zur Erleichterung ist das jedoch nicht. Die Aidshilfe befürchtet vielmehr, dass weniger Diagnosen gestellt werden. “Aufgrund der Einschränkungen des Lockdowns lassen sich weniger Menschen testen”, sagt Florian Friedrich von der Aidshilfe Salzburg. Im ersten Lockdown im Frühjahr waren die freiwilligen Testungen auch ausgesetzt.

Jetzt im zweiten Lockdown ist die Aidshilfe geöffnet, und es wird weiter getestet. In Salzburg sei die Nachfrage überschaubar. Friedrich rechnet damit, dass es markant mehr Neudiagnosen geben werde, wenn die Leute wieder häufiger zum Test gehen. In Wien seien in der ersten Woche des Lockdowns wieder annähernd gleich viele Personen zu Tests vorbeigekommen.

Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember weist die Aidshilfe erneut darauf hin, wie wichtig es ist, sich testen zu lassen. “Sehr viele Fälle werden spät diagnostiziert”, warnt die Geschäftsführerin der Aidshilfe Wien, Andrea Brunner. In Österreich dauert es im Schnitt sieben Jahre bis zur Diagnose. “Je später die Diagnose erfolgt, desto schwieriger wird es mit der Therapie.”

Kein höheres Risiko für gut eingestellte Patienten

Eine Therapie ist für HIV-Infizierte auch in der Corona-Pandemie lebenswichtig. “Fast alle wissenschaftlichen Studien und Untersuchungen seit der ersten Corona-Welle zeigen, dass HIV-Patienten in einer ausreichenden antiviralen Therapie kein erhöhtes Corona-Infektionsrisiko tragen”, sagt Sebastian Huber, niedergelassene Facharzt für Innere Medizin und zweiter Landtagspräsident (Neos) in Salzburg.

Huber appelliert an Betroffene, sich nicht aus Angst einzubunkern, sondern auch in Corona-Zeiten die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen wahrzunehmen, denn: “Sie müssen gut eingestellt sein, sprich ihre Medikamente verlässlich einnehmen, um eine ausreichende Anzahl an T-Helferzellen zu haben.” Eine nicht diagnostizierte und damit unbehandelte HIV-Infektion könne hingegen das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs von Covid-19 erhöhen.

Mögliche Quarantäne bei Medikation mitdenken

Im ersten Lockdown seien für HIV-Patienten viele Routinetests nicht durchgeführt worden, sagt der Wiener Allgemeinmediziner Horst Schalk. Im zweiten Lockdown würden Behandlungen mit Terminen und die Medikamentenversorgung wieder normal laufen. “Kein Patient muss Angst haben, dass die Behandlung schlechter läuft in der Corona-Zeit”, betont Schalk.

Internist Huber ergänzt: “Die Möglichkeit einer Quarantäne sollte mitbedacht werden. Ich empfehle hier HIV-Patienten, sich mit einem zusätzlichen Vorrat an antiretroviralen Medikamente einzudecken.” Hier habe sich auch die E-Rezepte sehr bewährt, bei der die Patienten die Medikamente ohne Praxisbesuch in der Apotheke abholen können, sagen die beiden Ärzte.

Angst vor Stigma bleibt

Aus medizinischer Sicht sei die Entwicklung von HIV eine Erfolgsgeschichte, betont Birgit Leichsenring von der Aidshilfe Wien. “Von einer tödlichen hin zu einer chronischen Krankheit, die gut behandelbar ist.” Beim gesellschaftlichen Umgang mit den Menschen, die mit HIV leben, sei es leider nicht im gleichen Maße vorwärtsgegangen. Dass gut behandelte HIV-positive Menschen für andere Personen keine Gefahr oder Risiko darstellen, sei vielen immer noch nicht bewusst. “Gut behandelte Patienten sind nicht infektiös”, betont der Arzt Horst Schalk.

“Die Angst vor dem Stigma ist größer als die Angst vor der Erkrankung selbst”, sagt der klinische Psychologe David Mayrhofer, der HIV-Patienten betreut. Corona habe auch Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Sie hätten häufiger psychische Erkrankungen wie Angst oder Depressionen und seien so auch stärker betroffen. “Denen geht es deutlich schlechter”, sagt Mayrhofer. Patienten, die eigentlich die Behandlung bereits abgeschlossen hatten, seien für präventive Gespräche nun in der Corona-Krise wiedergekommen.

Das bestätigt auch Uwe Plamberger, der mit einer HIV-Infektion lebt. Im ersten Lockdown habe ihn die Familie ins Salzkammergut geholt, nun im zweiten Lockdown sei er jedoch alleine zu Hause. “Ich sehe, dass ich ängstlicher bin. Ich achte auf der Straße darauf, dass der Abstand drei Meter ist”, erzählt Plamberger. Und das, obwohl er weiß, dass die Gefahr, an Corona zu erkranken, für ihn nicht erhöht ist. (Stefanie Ruep, 1.12.2020)

Source – derstandard.at/

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Gesundheit

Covid-19-Impfstoffkandidat aus Österreich

Mit dem Impfstoff des Biotechunternehmens Valneva geht ein vielversprechender Kandidat ins Rennen. Was das herkömmlich produzierte Vakzin vom mRNA-Impfstoff unterscheidet

Sogenannte Totimpfstoffe enthalten inaktivierte Viren. Sie sind langjährig erprobt und werden beispielsweise in Form der Polio-Impfung eingesetzt.

An den sogenannten mRNA-Impfstoffen wird derzeit weltweit fieberhaft gearbeitet. Unternehmen wie Biontech/Pfizer und Moderna haben mit Erfolgsmeldungen zur Wirksamkeit ihrer Covid-19-Impfstoffe große Hoffnungen geweckt. Einigen bereitet diese Art von Impfstoffen in Hinblick auf mögliche Nebenwirkungen bei Risikogruppen aber Sorgen, denn sie sind neu und die Erfahrungswerte noch gering.

Das französisch-österreichische Biotechunternehmen Valneva entwickelt nun einen Impfstoffkandidaten, der auf einer herkömmlichen Methode basiert. Diese sogenannten Totimpfstoffe enthalten inaktivierte Viren. Der Körper wird durch die Impfung mit den unschädlich gemachten Viren konfrontiert, das Abwehrsystem springt an und entwickelt eine Immunantwort. Solche Totimpfstoffe sind langjährig erprobt und werden beispielsweise in Form der Polio-Impfung eingesetzt; außerdem sind sie verträglicher.

Virus im inaktivierten Zustand

Unter den über 150 Impfstoffprojekten ist das von Valneva in der EU und den USA das einzige, bei dem das Virus als Ganzes im inaktivierten Zustand verabreicht wird. 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung zählen zur sogenannten “Special Target Group” und sind deshalb potenzielle Empfänger des Vakzins, das im Zuge einer zweiten Impfstoffwelle an diese Personengruppe verimpft werden könnte.

Valneva hat sich ganz bewusst für einen klassischen Ansatz bei der Impfstoffentwicklung entschieden, heißt es seitens des Unternehmens. Es sei bewusst so gewählt, dass man mit diesem klassischen Ansatz nicht bei den ersten Zulassungen mit dabei sei, erklärte Valneva-Austria-Chef Thomas Lingelbach kürzlich. “Wir wussten von Beginn an, dass wir mit diesem Ansatz später dran sind, weil er in der Entwicklung länger dauert”, heißt es. Auch das Aufsetzen der großflächigen Produktion dauere länger als bei den neuartigen Ansätzen von Biontech/Pfizer, Moderna oder Astra Zeneca. Lingelbach sieht den Valneva-Impfstoff “komplementär” zu den bekannten mRNA-Impfstoffen – denn das Covid-19-Problem werde mit der ersten Impfwelle “sicherlich nicht vorbei sein”, ist er überzeugt.

Klinische Studie startet

Eine erste klinische Studie soll in den nächsten drei Wochen mit 150 Probanden in Großbritannien starten. Die Ergebnisse werden im April 2021 erwartet. Danach startet die große Phase-II- und Phase-III-Studie mit über 3.000 Teilnehmern. Mit der britischen Regierung hat Valneva eine Partnerschaft im Umfang von rund 1,4 Milliarden Euro für 190 Millionen Impfdosen abgeschlossen. “Die britische Regierung übernimmt damit ein signifikantes Risikoinvestment”, heißt es. Für das Pharmaunternehmen jedenfalls ein großer Vorteil. Produziert wird in Schottland und Schweden.

Das Vakzin wird voraussichtlich eine lange Haltbarkeit haben, eine standardmäßige Kühlkettenlagerung bei Temperaturen zwischen zwei und acht Grad Celsius soll genügen. Für Großbritannien liegt der Preis pro Dosis bei acht Euro, da die britische Regierung Entwicklung und Produktionserweiterung mitfinanziert und damit ein signifikantes Risikoinvestment übernimmt.

. Mit der EU-Kommission, die den Einkauf für alle Mitgliedsstaaten zentral abwickelt, ist man schon in Gesprächen. Ein Abkommen zur Lieferung Ende 2021 oder Anfang 2022 steht im Raum. In Österreich habe man bereits “einen Fuß in der Tür”, heißt es. (Julia Palmai, 1.12.2020)

Source – derstandard.at/

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